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Die kalte Jahreszeit ist seit jeher energieintensiv und sorgt quer durch Europa für eine intensive Belastung der Energienetze. Dies gilt nicht alleine für Heizenergie, auch die Nachfrage nach Strom ist in den Wintermonaten besonders groß und macht potenziell auch in unseren Breitengraden Engpässe möglich.
Die Regierung appelliert aktuell an die Strombetreiber, nicht vorzeitig ältere Energieanlagen vom Netz zu nehmen und so einen Beitrag zu Stromengpässen zu leisten, notfalls soll durch zeitnahe, gesetzliche Änderungen auf derartige Eingriffe reagiert werden. Dies ist zwar ein Extremfall, dennoch ist die schwarz-gelbe Regierung hierauf vorbereitet und möchte so ein schnelles Handeln bei ernsthafter Energieknappheit sicherstellen.
Unrentable Kraftwerke drohen mit Abschaltung im Winter
Bei der aktuellen Diskussion um mögliche Engpässe ist es wieder einmal die Energiewende, die ihre Auswirkungen auf dem Strommarkt zeigt. Durch die Förderung der erneuerbaren Energien und die günstigeren Handelspreise für Solar- oder Windanlagen ist das Betreiben von älteren Kraftwerken für viele Energiekonzerne nicht mehr rentabel. Eine Abschaltung von verschiedenen Kraftwerken ist daher immer wieder in der Diskussion, da keine Meldepflicht für dieses Handeln besteht, kann ein solcher Schritt auch spontan erfolgen. Da aktuell in Zeiten eines hohen Energiebedarfs ältere Kraftwerke weiterhin einen nicht unwesentlichen Anteil der Stromversorgung hierzulande übernehmen, wäre gerade eine Abschaltung in den Wintermonaten ein Schritt in Richtung drohender Stromengpässe.
Schnelles Handeln im Ernstfall nötig
Grundsätzlich sorgen die Wintermonate energetisch für eine angespannte Lage, da hier landesweit weniger Solarenergie gewonnen wird und die europaweite Nachfrage nach Energieträgern aller Art sehr groß ist. Gesetzesinitiativen zur Verhinderung der Abschaltung älterer Kraftwerke sind aktuell zwar nicht geplant, könnten jedoch dann ein akutes Thema werden, wenn Engpässe in der bundesweiten Stromversorgung drohen. Eine ergänzende Unterstützung für die Energiekonzerne dürfte in einer solchen Situation auch ein politisches Gebot sein, da diese längst weniger Erträge für die klassische Stromgewinnung im Vergleich zum Ökostrom zu verzeichnen haben.




