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Mit einer harten Kritik antwortet der Grünen-Fraktionschef Trittin auf die aktuellen Vorstöße von Bundesumweltminister Altmaier, mit einer sogenannten Stromspar-Initiative Bundesbürgern die Möglichkeit aufzuzeigen, aktiv zum Einsparen von Stromkosten beizutragen. Mit dem Vorschlag, kostenlose Energieberatungen für jeden Bundesbürger einzuführen und diesen so ein individuelles Einsparpotenzial aufzuzeigen, hatte sich Altmaier zunächst als Konzept für eine Sensibilisierung für das Thema Strompreis stark gemacht.
In den Augen Trittins handelt es sich hierbei allerdings um eine reine Symbolpolitik, da weiterhin Vergünstigungen für Unternehmen zahlreicher Branchen bestehen, die nur schwer vom einfachen Bundesbürger mit dessen steigenden Stromkosten verstanden werden dürften.
Befreiung vieler Wirtschaftsbranchen als Kritikpunkt
Die zu entrichtende Ökostromumlage, die nach aktuellen Schätzungen im Jahr 2013 von 3,6 auf mehr als fünf Cent pro Kilowattstunde steigen dürfte, wird in Deutschland von sämtlichen Privathaushalten getragen. Nicht betroffen von dieser Regelung sind allerdings Wirtschaftsunternehmen vieler Branchen, die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz begünstigt werden und folglich keinen finanziellen Beitrag für die Energiewende leisten. Genau hierauf bezieht sich der wesentliche Kritikpunkt Trittins, der einen deutlich milderen Strompreisanstieg erkennt, wenn die Lasten der Energiewende auf alle Schultern verteilt würden. Wer als Hartz-IV-Empfänger wahrnimmt, wie der Staat weiterhin sehr energielastige Unternehmen begünstigt, dürfte schnell den Glauben an eine gerechte Politik verlieren und eine individuelle Stromberatung als Nonsens empfinden.
Neue Möglichkeiten zur Energieersparnis bereits gegeben
Die von Altmaier eingebrachte Energieberatung wird von der Opposition als Symbolpolitik bewertet, in ihrem Kern wird eine entsprechende Beratung sogar bereits angeboten. Dies erfolgt zwar auf kommerzieller Basis, hat jedoch in den vergangenen beiden Jahren bereits zu einer Umschulung vieler Langzeitarbeitsloser geführt, die mit dem Einbau von energiesparenden Artikeln vertraut sind. Je nach Art und Projekt lässt sich hiermit eine jährliche Ersparnis in Höhe eines höheren, zweistelligen Eurobetrags erzielen, profitieren können von dieser Option allerdings erst selbst Empfänger von Sozialleistungen, während viele gewöhnliche Haushalte in Deutschland leer ausgehen.




